SV Gerolsheim > Informationen über den Verein

Über uns


Der Verein wurde am 19.11.1963 als Schützenverein der Betriebssportgruppe der Firma Modellbau Arnold Männchen KG ins Leben gerufen. Insgesamt 13 Männer waren die Gründungsmitglieder. Er stieg dann schnell auf 39 Mitglieder. Als Schießanlage diente das Betriebsgelände der Firma Männchen. Oberschützenmeister Arnold Männchen lenkte 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Er war die treibende Kraft des Vereins. Ihm ist es zu verdanken, dass der Grundstein für die schöne Anlage gelegt werden konnte, die heute dem Schützenverein gehört. Sein Sohn, Hans Männchen, ein Gründungsmitglied, war über viele Jahre als Jugend-Trainer und Hauptschießleiter tätig. Geschossen wurde ausschließlich mit Luftgewehren. Später schloss man ein Abkommen mit dem TuS Gerolsheim, um die Rundenkämpfe und Trainingsstunden bei ihm abhalten zu können. Am 18. Januar 1969 erfolgte die rechtskräftige Eintragung in das Vereinsregister und der Verein wurde Mitglied im Pfälzischen Schützenbund und Sportbund.

Durch die Anbindung an den TuS Gerolsheim gab es auf Dauer keine Perspektive für den sportlichen Erfolg. So beschloss man, ein eigenes Schützenhaus zu bauen. Auf dem Weg dahin waren etliche Schwierigkeiten zu überwinden. Das erste Problem, wo das Haus stehen sollte, konnte mit Hilfe der Gemeinde Gerolsheim gelöst werden. Sie stellte ein Gelände zur Verfügung, das beim Bau der Reichsautobahn 1938/1939 abgebaggert und im Jahr 1963 aufgeforstetwurde, zur Verfügung. Dieses Gelände war das Schuttloch der Gemeinde und wurde ohne Zuschuss nur in Eigenhilfe zu einem Vogelparadies umgestaltet. Es liegt genau neben der Winzergenossenschaft ,,Palmberg“. Als nächstes war zu klären, wie groß das Schützenhaus und die Schießanlage gebaut werden sollten. Ursprünglich strebte man eine große Lösung an, die jedoch aus Kostengründen nicht durchzuführen war. So beschloss man, sich mit einer abgespeckten Lösung zu begnügen. Am 17. August 1974 war die Grundsteinlegung für die neue Anlage, in Anwesenheit der Vorstandschaft, einiger Mitglieder, sowie Vertretern der Verbände und des öffentlichen Lebens. Oberschützenmeister Arnold Männchen verlas den Text der für den Grundstein bestimmten Urkunde. Diese wurde zusammen mit einer Ausgabe der ,,Rheinpfalz“ und einer Anzahl gültiger Münzen in einer Schatulle von der amtierenden Schützenkönigin Christel Mappes in einer Treppenstuffe eingemauert.

Am 8.Mai 1975 konnte Dank der Tatkraft und des beispielhaften Einsatzes der Vereinsmitglieder das Schützenhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Insgesamt rund 3000 Arbeitsstunden hatten die Vereinsmitglieder unentgeltlich erbracht. Darüber hinaus unterstützten die ortsansässigen Unternehmen und viele Privatpersonen das Vorhaben durch großzügige Geldzuwendungen. Dem Schützenhaus ist eine Gaststätte mit Biergarten angegliedert. Die ganze Anlage ist behindertengerecht ( auch für Rollstuhlfahrer) konzipiert. Insgesamt 12 stände umfasste die Luftgewehr und Pistolenanlage. Aufgrund der nun geschaffenen günstigen Bedingungen wuchs die Zahl der Mitglieder von anfänglich 39 auf den heutigen Stand von 200 Schützenschwestern und Schützenbrüdern. Im Jahr 1975 konnte man den Rohbau einer Kleinkaliberanlage erstellen und am 25. September 1976 einweihen. Im darauffolgenden Jahr konnte der Gaststätte schließlich noch eines Schulungs- und Versammlungsraum angegliedert werden. Dort finden die Schulungen für die Sachkundeprüfung und die vereinsinternen Versammlungen statt. Damit aber war den Bemühungen des Vereins noch kein Ende gesetzt. Bereits im Jahr 1977 ging man an die Planung eines Pistolenstandes, für den schon am 8. Juli 1978 der ,,Erste Spatenstich“ durch den damaligen amtierenden Schützenkönig Thomas Jakubowski erfolgte. Dieser Teil der Anlage konnte im November 1982 eingeweiht werden. 1978 wurde im Schießraum ein Schieß-Leiterstand mit Lautsprecheranlage zur Überwachung der Stände installiert. In dem stürmischen und harten Winter 1978/79 wurde die ,,Schießbude“ zerstört. Man war gezwungen, so schnell wie möglich eine neue anzuschaffen. Umgehend nahm man dies in Angriff und konnte damit bis zum Ostereierschießen rechtzeitig fertig werden. Bei der gesamten Bautätigkeit kam der Umweltschutz nicht zu kurz. Hecken, Büsche und Bäume wurden deshalb auf dem Gelände des Schützenvereins gepflanzt. Ohne Förderung der Jugend wäre das rege Vereinsleben nicht möglich. Der Verein kann mit Stolz auf zwei deutsche Jugendmeister verweisen: Stephan Unger errang 1977 den 2. Platz bei den Luftpistolen für Schüler und Thorsten Krebs siegte 1987 im 3-Stellungskampf Luftgewehr. Aber auch die Schülermannschaft war bei den regionalen und deutschen Meisterschaften erfolgreich vertreten. Die Sportschützen hatten sich für die Teilnahme sowohl an Landes- als auch an den deutschen Meisterschaften qualifiziert. Im Jahr 1997 errang Michael Daut bei der Deutschen Meisterschaft den 2. Platz. Bei vielen Rundenkämpfen, Kreis- Landes- und Deutschen Meisterschaften stellt der Verein den ,,Meister“. Endlich, in der Zeit vom 23. Mai bis 26. Mai 1980, während des damaligen Schützenfestes konnte die Standarte des Vereins geweiht werden.

Beschreibung des Vereinswappens: Es besteht aus einem in grün und gelb schräggeteilten, geschwungenen Schild, auf dem Über einem grünen Lorbeerkranz zwei gekreuzte Gewehre mit aufgelegter Zielscheibe zu sehen sind. Der Verein verfügt auch über eine ,, Salutmannschaft“. Diese wurde im Jahr 1988 auf Anregung von Franz Kärcher und von Oberschützenmeister Rudolf Weiler gegründet. Die Gründungsmitglieder waren: Becker Helmut, Buschmann Guido, Denzer Dieter, Diehl Rainer, Diehl Rudi, Dillmann Roman, Flicker Heinz, Franger Hans +, Junkert Helmut, Kärcher Franz, Oswald Egon +, Sann Siegfried, Weber Heinz, Weiler Rudolf, Wilke Lothar, Winkelmann Albert.

Ihr erstes öffentliches Auftretten fand am 7.1.1989 bei der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land statt. Weit über die Ortsgrenzen hinaus, bei Umzügen, Fahnenweihen, Festveranstaltungen bekommen die Salutschützen viel Beifall. Ihr ganzer Stolz sind ihre schmucken Uniformen mit ihren Abzeichen, denn jedes Abzeichen stellt eine Erinnerung dar.

In glanzvollem Rahmen fand 1988 das 25jährige Vereinsjubiläum statt. Insgesamt 210 Mitglieder gehörten damals dem Verein bereits an. In seiner Festrede ließ Ortsbürgermeister Adolf Buch die Geschichte des Vereines Revue passieren:

,, gar mancher der Anwesenden wird sich noch daran erinnern, welche Schwierigkeiten bewältigt werden mussten, bis beispielsweise das jetzige 1,3 ha große Sportgelände, das für die Ausübung des schönen Schießsports unbedingt benötigt wurde, zur Verfügung stand. Aus einer provisorischen Schießanlage bei der Firma Männchen und beim TuS-Gerolsheim wurde eine moderne und beispielhafte Schießsportanlage geschaffen. Zuletzt 1983/84 wurden durch die Gemeinde zwei angrenzende Grundstücke an der Ostseite hinzugekauft, um den Sicherheitsabstand zu erweitern. Viele werden sich daran erinnern, dass im Rahmen des Autobahnbaus in den Dreißigerjahren bzw. Anfang der Vierzigerjahre auf dem damaligen Gelände das benötigte Material abgebaut wurde und das später hinaus die dadurch entstandene Mulde kurzfristig als Müllkippe genutzt worden war. Im Jahr 1969 wurde es dann durch einen über 56 Jahre abgeschlossenen Pachtvertrag mit der Gemeinde Gerolsheim ermöglicht, die Vorraussetzungen für das heutige Sportgelände zu schaffen.

Bedenkt man diese besonderen Umstände, so ist es um so bewundernswerter in welch relativ kurzer Zeit es den Verantwortlichen und freiwilligen Helfern gelungen ist, sowohl das Schützengelände selbst, als auch den Verein weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt zu machen. Beispielhaft möchte ich hier nur nennen, dass sich die überregionale Bedeutung unseres Schützenvereines daran erkennen lässt, dass nicht nur Einheimische dem Schießsport in unserer Gemeinde Gerolsheim nachgehen, sondern dass auch eine stattliche Zahl auswärtiger Mitglieder sich im Schützenverein Gerolsheim beheimatet fühlen. Aber auch die sportlichen Erfolge beweisen dies und hierzu tragen u.a. auch die jüngeren und jüngsten Vereinsmitglieder bei, die heute schonerkennen lassen, dass der Fortbestand des Schützenvereins gewährleistet ist.

Auch hier möchte ich nur beispielhaft den sportlichen Erfolg des Schülers Thorsten Krebs im Dreikampf nennen, der 1987 in München Deutscher Meister wurde und dabei von 300 möglichen Ringen 290 erzielte. Mit Stolz kann der Verein darauf verweisen, dass Thorsten Krebs gleichzeitig mit 294 Ringen Inhaber des Rheinland-Pfalz-Rekordes in dieser Disziplin ist und darüber hinaus auch noch den Rheinland-Pfalz-Rekord im Luftgewehr stehend mit 189 von 200 Ringen hält. Ich möchte aber damit keinesfalls die Leistung aller anderen schmälern, die sicherlich ausnahmslos mit dazu beitragen, dass der sportliche Erfolg den Schützenverein Gerolsheim über die Region hinaus bekannt gemacht hat. Insofern ist es hier mit Leichtigkeit möglich, zu sagen, dass eine erfolgreiche sportliche Bilanz gezogen werden kann. Was uns sicherlich auch größten Respekt abverlangt, ist die Tatsache, dass es der Schützenverein von ursprünglich 13 Gründungsmitgliedern innerhalb von 25 Jahren auf immerhin 210 Mitglieder gebracht hat. Auch dies ist ein Beweis von Kontinuität und Fleiß in der Vereinsarbeit in einer Zeit, in der die Vereine landauf und landab ständig eine Art chronischen Mangel an ehrenamtlicher Mitarbeit beklagen. Diese Schwierigkeiten können jedoch auf unseren Schützenverein auf keinen Fall zutreffen. Wie sonst wäre es möglich, dass man heute über ein eigenes Vereinshaus und eine beachtliche Schießanlage mit Kleinkaliberanlage, Pistolenstand, Geschäftszimmer, Schulungs- und Versammlungsraum sowie auch über einen Kinderspielplatz verfügt. Der zuletzt erwähnte Kinderspielplatz stellt meines Erachtens auch eindrucksvoll unter Beweis, dass es im Schützenverein Gerolsheim nicht allein darum geht, sportliche erfolge zu erzielen, sondern daneben auch die Geselligkeit und das Gemeinsamkeitsgefühl zu pflegen. Im übrigen ist die Anlage des Kinderspielplatzes meines Erachtens ein äußerst intelligenter Schachzug dahingehend, dass bereits die Kleinsten mit dem Vereinsleben vertraut werden, während die Eltern sich sportlich betätigen“ Bereits im Jahr 1990 plante der Verein eine behindertengerechte Bogenschießanlage mit einem Bogenhaus. Es folgte der weitere Ausbau einer behindertengerechten Schießsportanlage. Wie oben schon angedeutet, legte der Verein großen Wert auf den sorgfältigen Umgang mit der Umwelt. Die Zeitung ,, Die Rheinpfalz“ berichtete darüber im September 1993:

,, In Zeiten gesteigerten Umweltbewusstseins werden immer wieder einzelne Sportarten und die sie ausübenden Vereine von Umweltschützern kritisch unter die Lupe genommen. Dazu gehören auch die Sportschützen. Dass diese aber nicht nur ihrem Sport nachgehen, sondern auch etwas für die Umwelt tun, beweist der Schützenverein Gerolsheim. Sein 1,3 Hektar großes Gelände am Ausläufer des Palmbergs macht auf den ersten Blick eher den Eindruck eines großen Trockenbiotops als den einer Schießanlage. So herrscht in dem canyonartigen Gelände trotz der bei Schießbetrieb unvermeidlichen Geräusche ein reges Tierleben, das von naturnaher Bepflanzung mit undurchdringlichen Hecken begünstigt wird. Vom Salamander über den Igel bis zum Fuchs und Dachs sind alle möglichen Tiere auf dem Schützengelände zeitweise zu gast oder gar beheimatet. Ebenso reichhaltig ist die Vogelwelt, die auch durch seltener gewordene Arten, wie Nachtigall und Pirol, vertreten ist. Neben den zahlreichen Anpflanzungen haben die Schützen mit 30 Nistkästen, die allesamt bewohnt sind, dazu beigetragen.

In dieser natürlichen Kette dürfen auch wasser und Insekten nicht Fehlen. Deshalb wurden zwei Feuchtbiotope angelegt, in die das gesamte Oberflächenwasser von den Dächern der Vereinsgebäude fließt. Die Natur hat den Rest erledigt: Schilfpflanzen, Weidengewächse und wilde Brombeersträucher bilden den Rand der idyllischen Wasserlöcher. Vervollkommnet wird der natürliche Lebensraum durch wilde Wiesen zwischen Schießständen und Zielscheiben, die mit ihrer vielfältigen Pflanzen- und Blütenpracht (Gemäht wird selten und nur nach der Blütezeit) zahllose Insekten anlocken. Auf der wegen ihrer natürlichkeit etwas ungepflegt wirkenden Anlage wird auch aktiv Umweltschutz betrieben. Kaum ein Bleigeschoss, von Luft- und Kleinkaliebergewehr oder Pistole, entgeht dem Anlagenwart, so dass das Erdreich vor Bleivergiftung bewahrt bleibt. Die plattgeschlagenen Projektile fallen entweder direkt in den Auffangbehälter oder auf eine geflieste Fläche, wo sie eingesammelt, im Recyclingverfahren eingeschmolzen und wieder zu Geschossen verarbeitet werden.

Weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist das alljährliche Ostereierschießen mit rund 2000 Gästen und über 30.000 Eiern. In dem 80 Personen Platz bietenden Vereinsheim mit  der im Dorf beliebten Küche des Vereinswirts Ralf Hahn herrscht fast täglich Besucherbetrieb. Es ist Treffpunkt für jung und alt, Mitglieder und Bürger. Doch auch hier gab es schon Grund zum Ärger: Diebe haben durch mehrfache Einbrüche Schäden angerichtet, die Abwehrmaßnahmen notwendig machten. Jetzt sind alle Fenster vergittert und eine 20.000 Mark teure elektrische Überwachungsanlage sichert die Gebäude zusätzlich. Alles, so betont Vorsitzender Rudolf Weiler, wurde in Eigenleistung durch Mitglieder und Spender realisiert. Dazu gehört auch ein möblierter Spielplatz für Kinder- unter Vereinen weit und breit ein Novum. Lediglich die Gemeinde Gerolsheim habe den Verein bei all seinen Bemühungen unterstützt, sagt Weiler. Andere Behörden seien eher am Abkassieren interessiert. So müsse der Verein unverständlicherweise die teuren Gwerbetarife für Strom und Müll bezahlen. Das Finanzamt sei emsig dabei, ,,die verkauften Würstchen zu zählen“.

Ministerpräsident Rudolf Scharping habe dafür bei seinem Kreisbesuch in Bad Dürkheim kürzlich persönlich Verständnis gezeigt und den SV Gerolsheim für seine Leistungen gelobt. Gleichzeitig habe er darum gebeten, ihm den Verein schriftlich näher vorzustellen. Mit Stolz zeigt Weiler interessierten die Anlage des Gerolsheimer Schützenvereins, die demnächst weiter verbessert wird. Von der Gemeinde gespendete 300 Kubikmeter Muttererde sollen zur Erhöhung und Bepflanzung eines Hügels und der Bogenschützenanlage verwendet werden. Spender einheimischer Gehölze sind willkommen. Ein weiterer Schritt wird die Umgestaltung des Clubhaus-Vorplatzes in einen bepflanzten ,,Biergarten“ sein. Ziel ist es, die Schützenanlage zu einem Refugium zu machen, in dem sich Mensch und Tier wohlfühlen können“. Soweit ,,Die Rheinpfalz“

Die bereits im Jahr 1990 geplante Bogenschießanlage konnte am 31. August 1996 feierlich eingeweiht werden. Auch darüber berichtete ausführlich ,,Die Rheinpfalz“:

,,Viel Lob erntete der Schützenverein Gerolsheim für seine neue Bogenschießanlage, die am Samstag offiziell eingeweiht wurde. Landrat Georg Kalbfuß würdigte vor allem die Bemühungen im Umweltschutz und bezeichnete die Schütze als eine der hervorragenden Vereinsadressen im Landkreis. Der Verein habe unter Leitung seines Vorsitzenden Rudolf Weiler viel geleistet. Das Bogenhaus sei die kontinuierliche Fortsetzung der jahrelangen Bemühungen. Besonders hob Kalbfuß das Bestreben hervor, die gesamte Vereinsanlage behindertengerecht zu gestalten. Der neue Bogenstand ist folglich auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Peter Büchner, Präsident des Sportbundes Pfalz, betonte, wie wichtig das Sportangebot für Behinderte sei. Gerade der Schießsport nehme da eine ganz besondere Stellung ein, weil er für viele Behinderte geeignet sei. Die Gerolsheimer Schützen könnten stolz auf ihre wertvolle Leistung sein. In der Reihe der rund 2000 Sportvereine und 55 Verbände in der Pfalz, in denen etwa 37 Prozent der Bevölkerung organisiert seien, gehörten die Schützen mit zu den ältesten und aktivsten, so Büchner. Die Gerolsheimer seien zudem sportlich erfolgreich: Mit Thorsten Krebs komme einer der gegenwärtig besten deutschen Schützen aus ihrer Jugend. Verbandsbürgermeister Eugen Ackermann, Landesschützenmeister Willi Mathes (Neustadt) und Landes-Bogenreferent Werner Buchmann (Ludwigshafen) würdigten die Leistung der Gerolsheimer ebenso mit Worten und Präsenten wie Ortsbürgermeister Adolf Buch als Schirmherr. Mit seinen 230 Mitgliedern und der vorbildlichen Anlage mit Gaststätte sei der Verein ein wesentlicher Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Vorbildlich sei, dass er die Förderung des Behindertensports in seiner Satzung verankert habe. Buch lobte die Landschaftspflegerische Leistung der Schützen, die aus einer ehemaligen Schuttdeponie ein natürliches Biotop gemacht hätten, in dem sie trotz des zeitweiligen Sportlärms sogar seltene Tiere heimisch fühlten. 1.0Hektar seien rekultiviert und mit Hecken und Bäumen bepflanzt worden. Als Anlieger am ,,Palmberg“ unterstütze der Verein auch die Bemühungen zur Erhaltung des Resthügels. Und wichtig sei die Leistung der Schützen im Breitensport, weshalb die Gemeinde voll hinter ihm stehe. Zweiter Vorsitzender Ronald Schmidhofer lobte das stark persönliche Engagement der Baumeister Leo Jerke, Karl Fischer und Wolfgang Heinrich, wie er auch Förderern, Spendern und weiteren Helfern dankte. Vorsitzender Weiler nahm zahlreiche Präsente entgegen, darunter Geldbeträge, eine Plakette des Pfälzer Schützenbundes und die Ehrennadel des Landesverbandes. Unter den Gratulanten waren Schützenvereine aus Wanne-Eickel, Odernheim/Nahe, Ludwigshafen, Kandel, Elmstein, Ramsen und Frankenthal sowie der DRK-Ortsverein.“

Als ein besonderer Erfolg des Vereins für seine Bemühungen in Sachen ,,Umwelt“ konnte der Verein die Auszeichnung mit dem ,,Umweltschutzpreis“ des Pfälzischen Sportbundes und der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz (Neustadt) im Jahr 1996 verbuchen.

An Schießanlagen sind derzeit (1997) vorhanden:

12 Luftgewehrstände            Distanz 10 m

4 Kleinkalieberstände            Distanz 50 m

10 Sportpistolenstände           Distanz 25 m

10 Bogenstände                       Distanz 15-70 m

Zur zeit befinden sich 6 behindertengerechte Luftgewehrstände, 5 Sportpistolenstände, 1 Jugendraum und 1 Rollstuhlfahrer- WC im Bau.

Trotz allem schießsportlichen Ehrgeiz kommt die Geselligkeit im verein nicht zu kurz. Das jährliche Ostereierschießen findet stets großen Zuspruch und lockt von Jahr zu Jahr mehr Gäste von nah und fern an. Ebenso findet jedes Jahr ein großer Ausflug statt, der immer zu einem interessanten Ziel führt. Ferner werden die mit dem Verein befreundeten Schützenvereine in regelmäßigem Turnus besucht und dabei freundschaftliche Kämpfe ausgetragen.

Die Nikolauswanderdung, Weihnachtsfeier, Königsfeiern und andere Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Schützenschwestern und Schützenbrüdern und der Bevölkerung der näheren Umgebung.

Schützenkönige und –Königinnen seit Gründung des Vereins

1965 Männchen Hans                                       1983 Männchen Arnold

1966 Weigel Magdalena                                  1984 Mucha Manfred

1967 Keller Gerhard                                        1985 sann Siegfried

1968 Bayer Heinz                                             1986 Strauß Karl-Theodor

1996 Schlitt Günter                                          1987 Kuhn Harald

1970 Keller Armin                                            1988 Buschmann Guido

1971 Männchen Arnold                                   1989 Weber Heinz

1972 Männchen Hans                                       1990 Wilke Lothar

1973 Mappes Christel                                       1991 Kuhn Harald

1974 Ronneburger Norbert                               1992 Fricke Jochen

1975 Mappes Philipp                                        1993 Winkelmann Albert

1976 Jülly Ralf                                                  1994  Göb Rudolf

1977 Jakubowski Thomas                                 1995 Sann Hannelore

1978 Diehl Rudi                                                1996 Diehl Rudi

1979 weiler Rudolf                                           1997 Weiler Rolf

1980 Rau Heiner                                              1998 Schreck Franz

1981 Franzke Horst                                           1999 Göb Erika

1982 Frey Udo                                                  2000 Göb Rudolf

Ehrenmitglieder des Vereins

Männchen Arnold +

Westphal Robert +

Degenhard Jakob +

Winkelmann Albert

Schwarz Erich

Weiler Rudolf

Weber Wilhelm +

Buschmann Guido+

 

 

Vorsitzende

Männchen Arnold

Diehl Rudi

Weiler Rudolf

 

 

Quellen:

 

Literatur:

 

Schützenverein Gerolsheim von 1963 e.V.:

Festschrift zur Standartenweihe 1980

 

Schützenverein Gerolsheim von 1963 e.V.:

Festschrift zum 25 jährigen Jubiläum 1963.

 

Schützenverein Gerolsheim von 1963 e.V.:

 

Kurzchronik vom 16.07.1997

 

Festrede zum 25jährigen Vereinsjubiläum des Schützenvereins Gerolsheim von Herrn Ortsbürgermeister Adolf Buch

 

 

Zeitung: ,,Die Rheinpfalz“; Ausgabe vom 3. September 1963;

Bich, Jürgen: ,, Am Palmberg entwickelt sich ein Paradies für seltene Tiere“.

 

Zeitung: ,, Die Rheinpfalz“; Ausgabe vom 3. September 1996:

,,Behinderte und Umwelt im Blick“.